BROT FRIEDEN GERECHTIGKEIT

Für alle Menschen unserer Erde

logo stern index

Denn noch immer leben 1,5 Milliarden Menschen in 91 Staaten in Armut und weitere 700 Millionen sind von ihr bedroht.

Vgl. Entwicklungsprogramm der UN 2014

was man so weiß oder wissen sollte

Einkommensteuer 95 Prozent

Die rot-grüne Bundesregierung Schröder/Fischer hat den Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer auf magere 42 v.H. abgesenkt und Unternehmen zusätzlich mit Steuerentlastungen beglückt.

Die Entlastungen großer Vermögen und hoher Einkommen belaufen sich so seit 2006 auf jährlich rund 60 Milliarden Euro.

Kaum war klar, dass Merkel Kanzlerin werden soll, ließ sie entgegen aller Wahlversprechen die SPD stramm stehen und ab 2007 die Mehrwertsteuer, die als Konsumsteuer Habenichtse und kleine Einkommen am härtesten trifft, dreist von 16 auf 19 Prozent anheben.

1948 herrschte da noch ein ganz anderer Geist:

"In Deutschland fand infolge des Zweiten Weltkrieges geradezu eine soziale Revolution statt. Durch die Währungsreform wurden 1948 alle Geldvermögen um den Faktor 1 : 10 entwertet.

Alle anderen Vermögen – also vor allem der Grundbesitz und die nicht zerstörten Immobilien – wurden mit einer Vermögensabgabe von 50 Prozent belastet, die im Laufe von 30 Jahren abgezahlt werden musste. Durch diesen »Lastenausgleich« sollte ein Ausgleich geschaffen werden, da ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung durch Flucht und Bombardierung ihr Vermögen verloren hatte.

Im Ergebnis wurden dadurch große Teile der im Krieg aufgehäuften Staatsschulden getilgt sowie entwertet. Der Spitzensteuersatz startete in der Bundesrepublik 1948 mit dem heute nicht vorstellbaren Satz von 95 Prozent und sank dann ab 1953 schrittweise ab – blieb aber bis zur deutschen Einheit auf 56 Prozent."

Vgl. das Zitat unter: http://www.oeko-net.de/kommune/kommune-2012/kommune-2012-01/agerechtigkeit.htm

Die Währungsreform, der Lastenausgleich, das Schuldenabkommen von London, die Montan-Union und auch die Marshall-Plan-Hilfen beflügelten das deutsche Wirtschaftswunder nach 1953.

Schröder/Fischer/Merkel/Steinbrück/Gabriel/Schäuble und Co. - ihre Wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen haben Millionen Menschen in Armut und heikle Jobs getrieben und Reiche reicher gemacht.

Allein die Mittelschicht ist in den letzten zehn Jahren um rund vier Millionen Menschen geschrumpft. Eine Trendwende ist nicht erkennbar.

Aktuelle Kommentare 2015/16

Lübeck, 18. November 2015

Terror in Paris: Terrebamur - wir wurden erschreckt

Das Wort Terror wurzelt in der lateinischen Sprache. Es wird hier benutzt für Handlungen des Schreckens, Erschreckens, Abschreckens und Verscheuchens. Terror ist für handelnde Menschen eine von vielen Möglichkeiten, Macht über andere auszuüben. Wer andere schrecken kann, gewinnt einen Vorteil an Zeit und Kraft. Der Erschrockene ist überrascht und verunsichert. Er muss es erst lernen, sich auf Schrecksituationen einzustellen.

Dem englischen Staatslehrer Thomas Hobbes (1588-1679) war der terror of legal punishment, also der Schrecken legaler Bestrafung, eine Selbstverständlichkeit. Gesetze sollen abschrecken, damals wie heute. Das gilt auch für die achso demokratischen Staaten der EU, wie aktuell die monatelange Debatte über jene Menschen zeigt, die Schutz suchend Schengener Boden betreten wollen.

Ganz anders verhält es sich mit jenem Terror, der nicht von allgemein anerkannten Staaten exekutiert wird. Diesen Terrorbegriff verwenden vor allem die Medien gern völlig undifferenziert. Gemeint sind in der Regel Einzelpersonen oder nichtstaatliche Organisationen, die sich selbst zur Tat ermächtigen. Terror richtet sich in diesem Sinne auch vornehmlich gegen x-beliebige Zivilpersonen ohne bedeutsame Funktion in Wirtschaft, Politik oder Militär. Dieser Terror zielt zudem nicht etwa darauf, ein Gebiet zu erobern; er will vor allem über die Öffentlichkeit Aufmerksamkeit gewinnen, um als Machtfaktor anerkannt zu werden.

Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Unabhängigkeits- und Befreiungsgruppen, die unangekündigte Anschläge, Entführungen oder Erpressungen anwendeten, pauschal als Terrorgruppen gebrandmarkt, um sie als feige und hinterhältige Verbrecher abwertend zu bekämpfen. Legitime Ansprüche, Hintergründe, Vorgeschichten, politische Zusammenhänge, personelle und finanzielle Verbindungen konnten so durch den simplen Begriff Terror als Instrument staatlicher Propaganda leicht verschleiert werden.

Dieses Muster hat sich in den letzten gut zweihundert Jahren seit der Pariser Guillotine vor allem in den Massenmedien etabliert, um kurz und bündig komplizierte Unterscheidungen zu vermeiden. Die Berichterstattung über ISIS oder Boko Haram sind Paradebeispiele dieser Entwicklung. Jede nur denkbare bestialische Grausamkeit darf diesen Organisationen zugerechnet werden.

Terror tötet oder verletzt Menschen. Im letzten Jahr soll es weltweit eine
Zunahme der Todesfälle um 80 Prozent gegeben haben,

so konstatiert es der Global Terrorism Index des Institute for Economics and Peace an der amerikanischen Universität Maryland, veröffentlicht am 17. November 2015.

Gezählt wurden weltweit 32.658 getötete Menschen, davon allein im Irak und in Nigeria über 17.000.

Seit dem Jahr 2000 starben in westlichen Staaten nur drei von 100 Opfern.

In den fünf Staaten Afghanistan, Irak, Nigeria, Pakistan und Syrien starben allein letztes Jahr 78 Prozent aller Terroropfer; hier ereigneten sich ebenfalls rund 60 Prozent aller gezählten Anschläge des vergangenen Jahres. IS und Boko Haram zusammen haben dabei jedes zweiteTodesopfer zu verantworten.

Den Toten und verletzten Opfern in Paris helfen diese Zahlen nicht. Ihr Leid und das ihrer Angehörigen kann keine Zählung mildern.

Ebensowenig sollte man sich durch die genannten Zahlen des Index täuschen lassen. Erfasst wurden nur Fälle jenes Terrors, der nicht zu Lasten eines völkerrechtlich anerkannten Staates geht.

Gezielte Bombardierungen, High-Tech-Drohnen-Angriffe und sonstige staatlich legitimierte Angriffe auf Zivilisten, sprich unschuldige Menschen wie in Paris am 13. November, werden in diesem Index nicht erfasst. Präsidenten wie Hollande oder Gauck bleibt es vorbehalten, wieder einmal Terror und Krieg propagandistisch geschickt zu vermengen, um ihre eigenen Bewertungen, Absichten und Ziele zur Sache ihrer Völker zu machen.

Mehr als 60 Staaten beteiligen sich unter Führung der Obama-Regierung zur Zeit an den Kriegshandlungen im Nahen Osten. Hunderttausende sind hier in den letzten fünfzehn Jahren zu Tode gekommen. Wofür? Wer hat ihrer je im Westen gedacht? Welche westliche Regierung wurde dafür je abgewählt?

Wen will diese Koalition williger ISIS-Bekämpfer schrecken, die seit August 2014 tausende von Angriffen geflogen hat? Welche westlichen Werte rechtfertigen Blut und Leben?

Und wenn es dann einer wagt, in die EU zu kommen, dann schickt man ihn zurück, weil es ja wohl irgendwo noch eine dreckige Ecke auf der Welt geben wird, wo er nahe seiner Heimat keine Bomben zu fürchten braucht? Warum empört sich das lebensfrohe Paris nicht angesichts solcher Realitäten?

Die westliche massenhaft zur Schau gestellte Teilnahmslosigkeit angesichts solcher Zustände erschreckt mich zumindest tatsächlich. Mögen Humanität und Gleichheit siegen !

zurück nach oben

Persönlicher Hinweis:

"Zum ersten Mal in der Geschichte hängt das physische Überleben der Menschheit von einer radikalen Veränderung des Herzens ab."
(Zitat: Erich Fromm)

Reiche und/oder wichtige Entscheider sind eine gesellschaftliche Randgruppe in ihrem jeweiligen Umfeld - egal ob Manager, Amtsperson, Wissenschaftler oder oder oder !

In der Regel sind sie nicht asozial. Sie verhalten sich jedoch ganz überwiegend instrumentell-dissozial gegenüber Mensch und Natur. Mitempfinden leben sie nur gezielt nach eigener Bewertung.

Sie sind aktuell das wichtigste Hemmnis jedweder Besserung für das gemeine Wohl von Mama Pacha.

Warum sind sie so dominant?

Weil sie einer allgemein anerkannten Vernunft folgen, die sich in der Theorie nahezu ausschließlich mathematisch-naturwissenschaftlich legitimiert. Sie dominiert das gesellschaftliche Miteinander erdenweit in Wirtschaft, Politik und Kultur.

Entstanden ist so im Laufe der Zeit eine hochgradig zentralisierte Struktur von Organisationen (z.B. Konzerne, Staaten, Kirchen, Armeen, Geheimdienste, und und und) die sich im Kern nur noch auf sich selbst und die eigene Denke (Erfolg, Optimierung, Wachstum) beziehen können.

Alles andere - magisches Denken, unlogisches Entscheiden, intuitives Handeln, uralte Ethiken, Mitgefühl - haben das Nachsehen im Prozess dieser dramatischen geistigen Verengung.

Was ist zu hoffen?

Unser aller Ausweg kann meiner Ansicht nach nur darin liegen, möglichst kleine, selbstbestimmte dezentrale Einheiten wachsen zu lassen, die möglichst kooperativ agieren und öffentlich zum Nutzen der Menschheit untereinander kommunizieren.

Geheimniskrämerei - tausendfach durch Recht und Gesetz in den mächtigsten Staaten geschützt - ist für Mensch und Erde meines Wissens heute eines der bedeutsamsten Übel.

Der von mir erhoffte Prozess geistiger und organisatorischer Erneuerung erfordert jedwede Form von Selbstorganisation und Subsistenz.
Letztere ist noch immer für Milliarden von Menschen ihre wichtigste Lebensgrundlage, obwohl sich das in den USA, Kanada und vor allem auch im saturierten Westeuropa große Teile der Eliten kaum noch vorstellen können

Als allerersten Schritt erhoffe ich die Abschaffung der Massenvernichtungswaffen und die Auflösung internationaler Militärbündnisse zu Gunsten eines konsensual strukturierten Bündnisses aller Staaten.

Mir ist dieser sehr grobe persönliche Hinweis wichtig, weil ich nicht an das Böse, dieVerschwörung, den Untergang, oder gar die Apokalypse bzw. vergleichbares zu Lasten von Mensch und Natur glaube.

Problematisch ist allein die Fähigkeit des homo sapiens zur Vorstellung, Abstraktion, Phantasie. Und Problem bedeutet nicht Übel, wie viele meinen, sondern "löse eine (schwierige) Aufgabe" !

April 2016

Vertiefe meinen Hinweis z.B. unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Ordnungsethik

hier als Einstieg zu empfehlen:
Christoph Lütge, Wirtschaftsethik ohne Illusionen ( 2012)

zurück nach oben

Beim so genannten instrumentell-dissozialen Verhalten geht es vor allem darum, sich einen Vorteil zu verschaffen, d.h. materieller Gewinn oder Macht, wobei die entscheidenden Beweggründe übersteigertes Selbstvertrauen und Machtgefühl sind und in der Regel kein Leidensdruck und deshalb auch keine Veränderungsbereitschaft zu erkennen ist.

Allerdings -– so manche Kritiker -– dieses (Fehl-)Verhalten gehört in bestimmten Randgruppen der Gesellschaft durchaus zur Norm und der dort herrschende Ehrenkodex legt großen Wert auf Aspekte, die gesamtgesellschaftlich bereits als deviantes (abweichendes) Verhalten gemaßregelt werden.

Quelle: zitiert am 5.4.2016 von http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/kiju.html

Erich Fromm sah unsere Zukunft so:

Zitat aus Haben und Sein
Zitat aus Haben und Sein
zurück nach oben
mehr klick hier
Mein Lieblingszitat (Karl Marx):

Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das
höchste Wesen für den Menschen sei,
also mit dem kategorischen Imperativ,
alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.

zurück nach oben

Rund acht Millionen Arbeiter in der BRD

verdienen je Stunde maximal 9,30 €


Rund zwei Millionen Arbeiter in der BRD
haben einen zusätzlichen Job


2008 fuhren rund 500 Schiffe unter deutscher Flagge

2015 waren es noch rund 200

für jeden Arbeiter zahlt der Staat hier jährlich
25 Tausend € Lohnsubvention


Das reine Geldvermögen auf der Erde beträgt rund 240 Billionen US $

45 % davon besitzen rund 70 Millionen Personen

weitere 45% gehören rund 700 Millionen Menschen

und 6,5 Milliarden Habenichtse teilen sich die restlichen
10 Prozent des Weltgeldes


Allein in Bayern fehlen rund 5.000 staatliche Steuerprüfer


zurück nach oben